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"Von
einer Selbsttherapie mit Entspannungskassetten raten alle Experten ab."
1. "Therapie findet nur dann
statt, wenn es hinterher zu einem Gespräch kommt", sagt Mecklenbeck. "Mit
Entspannungs- und Meditationsmusik wird viel Schindluder getrieben, von Leuten
die keine Ahnung haben" ergänzt Hörmann. Solche Kassetten könnten eventuell
sogar schaden. Häufig suggerierten sie eine Selbsthilfe, die völlig
unrealistisch sei und die Inanspruchnahme professioneller psychotherapeutischer
Hilfe verzögere."
2. "Überhaupt nicht
vergleichbar mit einer rezeptiven Musiktherapie sind übrigens die manchmal im
Handel angebotenen CDs gegen Schmerzen, Schlafstörungen oder
Herz-Kreislauf-Probleme. Denn sie sind nicht individuell auf den Patienten
zugeschnitten und können manchmal sogar geradezu nerven. »Solche
>Musikpräparate< sind ein netter Gag, letztlich aber eher Geldmacherei«, sagt
auch Hans Volker Bolay vom Heidelberger Musiktherapiezentrum. »Ihre Wirkung ist
in keiner Weise nachgewiesen.«" (K. Schaller: Musiktherapie. In: Gehirn&Geist
3/2005, S. 33).
3.
Nachgewiesen ist vielmehr, daß solche
Kassetten, wie sie
Decker-Voigt
& Spintge als "Energon
- Wirkstoff 100 Prozent Musik" teuer vermarkten, nutzlos sind und die
Kunden mit nicht erfüllbaren Versprechungen täuschen. So z.
B. stellte U. Karrer (in Behne u. a. (Hrsg.). Jahrbuch Musikpsychologie, Bd. 14,
1999, S. 50) in ihrer Untersuchung „Entspannung durch
Musik-Entspannungskassetten?“ fest, „daß sowohl eine somatische Beruhigung
als auch eine physiologisch erkennbare Senkung des Bewußtheitszustandes ohne
Musik besser zu erreichen war.“
Trotzdem vermarkten Decker-Voigt & Spintge
ihre Kassetten weiterhin und sogar in Asien.
Näheres dazu
in dem
Buch, S. 72 ff.