
Trotz der verständlichen Enttäuschung und Entrüstung über diejenigen, die schweigend und nutznießend zugesehen haben und die nun aufgedeckten kuriosen Praktiken gar noch ausdrücklich gutheißen (nach dem Motto der "Ichlinge" (Keupp): "Normen und Regeln gelten für andere"), bitten wir doch darum, keine Briefe mehr zu schicken, da die Sache peinlich genug ist. Selbstverständlich wird keiner der eingegangenen Briefe veröffentlicht, zumal mitverfolgt werden kann, mit welch immenser narzißtischer Energie und Skrupellosigkeit Vertreter des BKMT attackiert werden. Die aufgedeckten Tatsachen lassen sich jedoch nicht leugnen, und die seit dem 5.7.2002 offenen Fragen sind noch immer nicht gänzlich beantwortet. Weder der scheinheilig psychologisierende, sowohl in die von Knill & Decker-Voigt in der Schweiz gegründete Privathochschule EGS eingebundene als auch an der von Knill & Decker-Voigt in Freiburg gegründeten ehemaligen "Internationalen Hochschule", die nach der vom Ministerium in Baden-Württemberg verbotenen Titelausstellung nun "Beratungsgesellschaft" heißt, partizipierende Prof. Dr. Jürgen Kriz noch der emeritierte erfolglose Unterschriftenorganisator Peter Petersen (beide auf der Decker-Voigt&Knill-Liste, bestehend aus den Herren Decker-Voigt, Knill, Kriz und Peter Petersen in Gesellschaft eines längst Verstorbenen) noch irgendeine andere Solidaritätserklärung vermögen abzulenken und zu vernebeln (wofür ein "Prof.", "Dr." oder, bitteschön, "Dr.h.c." oder "M.A." aus der Schweiz fällig wäre, oder auch nur der Titel "Dipl.-Musiktherapeut(in)", wie er an Personen vergeben wurde, die den betreffenden Studiengang unmöglich absolvieren konnten, da es ihn noch gar nicht gab). Der Senat der Musikhochschule hat am 17.10.2002 seiner Fürsorgepflicht Genüge getan und hauptsächlich sich selbst die Absolution erteilt. Er verzichtet dabei konsequent auf die Verwendung der umstrittenen diversen akademischen Grade von Prof. Decker-Voigt.
Perverse Ethik in der Musiktherapie ( "Schmarotzer leben von ihren Wirten und dienen ihnen dafür.“)
Ist es nicht rührend zu beobachten, wie sich Personen für künstlerische Therapien einsetzen zu müssen meinen, die größtenteils keine Musik- oder Kunsthochschule bzw. kein musik-, tanz- oder kunstwissenschaftliches Studium absolviert haben, sich aber mit Titeln der betreffenden künstlerischen Therapien schmücken? Wenigstens dürften ihre akademischen Grade stimmen, sofern sie welche haben. Ist es nicht bezeichnend, daß sich gerade diejenigen melden, die bestrebt sind, die künstlerischen Therapien auf denkbar tiefstes Niveau herunterzudrücken und sie z. T. gar gesetzlich für sich zu vereinnahmen? Bleibt nur zu hoffen, daß die Presse nicht auf den Gedanken kommt, die sog. künstlerischen Therapien der Unterschreiber zu durchleuchten. Die im Jahre 2002 auf der Tagung in Salzburg mit 500 Teilnehmern von Prof. Dr. Peter Petersen organisierte Unterschriftenaktion kann angesichts der nicht nennenswerten Unterschriften von einzelnen Trittbrettfahrern, die eine willkommene Chance sahen, ihr persönliches Süppchen zu kochen, als gescheitert und als breite Zustimmung zu den aufgeworfenen Fragen betrachtet werden.
Die Scheinheiligkeit dieser Aktion ist z. B. daran zu erkennen, daß der emeritierte Organisator Peter Petersen, der bei Decker-Voigt Unterschlupf gefunden hat und von dem es auf S. 31 jenes beneideten und gefürchteten Buchs "Musik in der Heilkunde" heißt, daß er "sich als Anwalt künstlerischer Therapien aufspielt und Ahnungslose mit üblen Unterschriftenaktionen überrumpelt", schließlich gezwungen werden musste, die unerlaubte Verwendung des geschützten MTT-Emblems zu unterlassen; die Rechtskosten hat er laut Anwaltsschreiben vom 19.9.2002 endlich bezahlt. Am 29.1.2004 schrieb er einen intriganten Brief an den Rektor der Universität Münster, den dieser endlich am 3.3.2004 betont herablassend quittierte.
Merkwürdiges wäre auch von anderen Unterschriften zu berichten; der Sumpf ist beträchtlich. Die Ungarin Anna Fekete z. B. hatte ihr Promotionsstudium trotz des von Prof. Hörmann für sie besorgten opulenten Stipendiums mit der Begründung abgebrochen, sie könne seine Ansprüche nicht erfüllen; inzwischen hat sie promoviert - bei wem bloß? Daß Musiktherapeuten ihr Ehrenmitglied in Schutz nehmen und sich dankbar erweisen, ist verständlich, berechtigt aber nicht zum Wegsehen. Befürchtungen um den Bestand ihrer bei ihm erworbenen Abschlüsse brauchen die Unterschreiber wie z. B. Susanne Metzner, Monika Nöcker-Ribeaupierre usw. nicht zu hegen.
Es wird gar argumentiert, ein Studium sei nicht wichtig, anderes (irreführen, blenden, betrügen?) sei entscheidend. Ein Herr Smejisters, der sich als "unabhängiger ausländischer Kollege" ausgibt, aber Herrn Decker-Voigt zu Dank verpflichtet ist, findet die eklatanten Merkwürdigkeiten gar "fortschrittlich". Auch wenn es sich um leicht durchschaubare Aktionen handelt, ist es offenbar doch höchste Zeit, nicht nur die Musiktherapie eines Einzelnen, sondern die künstlerischen Therapien insgesamt auf perverse Ethik hin zu untersuchen.
Aufgrund der aufgedeckten Problematik ist zu befürchten, daß angesichts der Positionen und Aktivitäten des Betroffenen und seines Gefolges ein ganzer Berufsstand ruiniert wird und ungezählte ernsthaft auf die Künstlerischen Therapien setzende Studierende und Patienten dafür büßen müssen.
Aufschlußreich waren in dieser Hinsicht jüngst die Kommentare zum Gefolge um narzißmusgesteuerte Politiker, die in ihrer Realitätsabwehr in die Romanwelt flüchten, was im Hinblick auf Studierende und Patienten zu denken gibt.
Daß dergleichen möglich ist, erklärt der renommierte Univ.-Prof. Dr. H. F. Spinner (2003) folgendermaßen:
„Mit dem Lob im Munde kommt man besser durch die Runde. Die moderne Wissenschaft nennt das den ‚Bestätigungsfehler’, unter dem alle sozialen Systeme leiden, allen voran der akademische K&K-Betrieb (Konsens & Kollegialität, einschliesslich des gelegentlichen dritten K’s für Korrumpierung). Im Englischen müsste man von C-Betrieb sprechen, womit auch die Cliquenbildung angesprochen wäre. Aber K wie Klüngel ist auch gut. … Selbstkontrolle unter ‚Gleichen’ (sprich: Kollegen) funktioniert nicht, hauptsächlich wegen der Friedenspflicht in Kleingruppen und den Rücksichtsnahmen im K&K-Betrieb (mit dem Ausweichen der unausbleiblichen Kollegenkritik in die funktional leider nicht äquivalente üble Nachrede). … Selbstkontrolle unter Ungleichen funktioniert …Schmarotzer leben von ihren Wirten und dienen ihnen dafür.“
Noch ein "Dr.h.c."
Erstmals seit jenem bezeichnenden Gerichtsbeschluß vom 12.3.2003 ließ sich nun ein weiterer mit dem inflationären Titel „Dr.h.c.“ dazu herbei, doch zu entschuldigen, was nicht mehr zu leugnen ist. Der seit 1990 den vorzeitigen Ruhestand genießende und von Decker-Voigt 1998 zum "Dr.h.c." der Musikhochschule Hamburg komplimentierte, „von der unterstmöglichen Besoldungsstufe eines schlechtbezahlten Kirchenhilfsmusikers (BAT 7 bis C 4) bis zur höchstmöglichen Gehaltsstufe im Tertiärbereich“ berufene Prof. Johannes Th. Eschen, 1. Leiter des durch den von 1978 bis 2004 amtierenden Präsidenten (dessen Mutter Kirchenmusikerin war) der Musikhochschule Hamburg dort gegründeten Musiktherapiestudiengangs, verlangt mit Schreiben vom 8.12.2003 (eingegangen am 12.12.2003) eine Reaktion auf seinen „mit dem Einverständnis von Hans-Helmut Decker-Voigt“ verfassten Offenen Brief vom 15.10.2003, den er längst anderweitig herumgeschickt hat. Gegen besseren Wissens verbreitet er darin die üblichen Unterstellungen und falschen Behauptungen. Hier nur einige wenige weitere Beispiele für die von Eschen gepflegte sog. „academical correctness“ nach dem Motto "Zuerst die Professur, dann irgendwie die erforderlichen Zeugnisse und schmückenden Titel":
- Auch Herr Eschen (er hat kein Studium an einer deutschen Universität absolviert) hat maßgeblich an der aufgedeckten „atypischen“ Karriere von Decker-Voigt (DV) mitgewirkt. Ob ihn seine Erklärung entschuldigt, möge jeder selbst entscheiden. Sie ändert nichts an den Fakten und rechtfertigt nicht die von dem Decker-Voigt & Co. betriebene Hetzkampagne.
- Neu in Eschens Brief ist die Mitteilung, daß der Bericht von Decker-Voigt über seinen Werkvertrag in Hannover schon vom nur regional anerkannten „Lesley College Grad. School in Cambridge anerkannt und eingebunden in ein Master-Degree-Programm“ wurde. Denselben Bericht verwendete Decker-Voigt dann als Dissertation zum Erwerb des „Ph. D.“ an der inzwischen verbotenen „reinen Titel-Fabrik“ California Pacific University, noch dazu im Fach Psychologie, das er nicht studiert hat.
Der Titel der damaligen „Dissertation“ in Psychologie von 1984 lautet laut Decker-Voigt: „Zur Einbindung der Musiktherapie in die intermediale Medientherapie (Ausdruckstherapie) und das Musiktherapeutische Video-Feedback-Verfahren (MVF)". Decker-Voigt ergänzt: „Dieser Bericht ist der erste Abdruck eines Auszugs aus dem Werk- und Forschungsbericht gleichen Titels des Autors für die Medizinische Hochschule Hannover/Sozialpsychiatrie (MHH) 1978-82, der 1984 auch Bestandteil des Projekt-Promotionsverfahrens an der Columbia Pac. University in USA wurde“ (Decker-Voigt in MTK 1988, S. 103).Aus Decker-Voigts diversen Erklärungen geht hervor, daß der Werkvertragsbericht wie eine "multiple Persönlichkeit" benutzt wurde,
1. zur Zulassung zum Postgraduiertenstudium am regional anerkannten Lesley College (ehedem Kindergärtnerinnenschule) als auch
2. als Abschlußarbeit für den Erwerb des M.A.-Titels in „Expressis Therapies“ als auch
3. als Dissertation im Fach Psychologie an der "degree mill" CPU in Kalifornien als auch
4. identisch mit der „M.A.-Thesis, erweitert zur Ph.-D.-Thesis … als Kern seines Buches ‚Aus der Seele gespielt’ 1991“.- „In Deutschland erschien diese Thesis als Kern seines Buches ‚Aus der Seele gespielt’ 1991 und ist seitdem das mit Abstand meistverkaufte Buch mit einer Einführung in Musiktherapie in Deutschland“. Verschwiegen wird, daß es sich bei dem zuständigen Lektor um Decker-Voigts Schwager handelt und das Buch eine fragwürdige Auffassung von Musiktherapie suggeriert, die längst als überholt gilt.
- Interessant ist auch die Mitteilung: Die „Ev. Fachhochschule für Sozialwesen Rheinland-Westf. Lippe“ hatte Decker-Voigt „berufen (1972-76) – mit der Auflage, einen Abschluß an der Hochschule für Musik in Trossingen nachzuholen.“ Direktor in Trossingen war Guido Waldmann, Herausgeber von "Musik und Rasse" (Berlin-Lichterfelde 1939), als dessen Assistent sich Decker-Voigt rühmt. Th. Phleps ("Es geht eine helle Flöte..." In: Musik & Bildung 27. 6/1995, S. 64-74): "Alle diese Werke sind aus der Gemeinschaft der HJ, für diese Gemeinschaft geschrieben, von der HJ zum ersten Mal aufgeführt worden". Das schrieb Guido Waldmann (Zeitschrift für Musik 105, 10/1938, 1098). (...) Waldmann, ab 1.11.1935 in der HJ, ab 1.5.1937 in der NSDAP, Mitgliedsnummer 5853404, nach 1945 zum Professor in Trossingen (...), war vor der Zeit Autor und Herausgeber zahlreicher HJ-Publikationen (...). Auch war er ab Juni/Juli 1935 Schriftleiter von Musik und Volk, danach - 1937-39 - von Musik in Jugend und Volk, den beiden amtlichen Musikzeitschriften der RJF. (...) Waldmann starb übrigens im Februar 1990." Ob Decker-Voigt der Auflage nachgekommen ist, schreibt Herr Eschen nicht. Wenn er aber 1969 ohne Abschluß abgegangen ist und ihn auch nicht nachgeholt hat, stellt sich die Frage, warum er der Auflage nicht nachgekommen ist. Die mit einem knappen "befriedigend" erreichte Zulassung zum Hochschulstudium ohne Reifezeugnis erhielt er jedenfalls erst am 25.10.1973, zwei Jahre nach Antreten der Fachhochschuldozentur; denn statt 1972 muß es laut Decker-Voigt in seiner Laudatio zu dem "'deutschen Hermann der Musik' - in Anlehnung an Hermann den Etrusker" am 10.8.2000 im Rathaus von Saas Fee heißen: "1971 - ich war 26 Jahre und frischgebackener Hochschuldozent in Düsseldorf." Den "Dr. h.c." darf der Beehrte, den Decker-Voigt nach eigenen Angaben "stets benutzte, instrumentalisierte", bedauerlicherweise in Deutschland nicht führen, da die von den beiden gegründete Privathochschule EGS laut www.anabin.de "eine Institution ohne Hochschulstatus" ist.
- Hinterfragenswert ist auch Eschens Behauptung, Decker-Voigt sei „ohne Zeugnis - Assistent des Hochschulchefs Prof. Waldmann“ geworden; „das erste ‚ordentliche’ Zeugnis kam erst später.“ Aus der Tatsache, daß der Begriff „Assistent“ in Baden-Württemberg eine Amtsbezeichnung ist und diese erst verliehen werden kann, wenn ein Hochschulexamen vorliegt und eine offizielle hauptamtliche Anstellung erfolgt ist, ist zu ersehen, wie Eschen & Co. mit Bezeichnungen jonglieren.
- Ins Gesamtbild paßt auch diese Mitteilung: „Obwohl bereits hauptamtlicher Fachhochschuldozent in Düsseldorf schrieb sich DV im Promotionsstudiengang der früheren PH Lüneburg ein.“ Wie war das möglich? Bedingung zur Promotion an Pädagogischen Hochschulen waren normalerweise ein Lehramtsexamen mit mindestens Abschlußnote „gut“ und Schulerfahrung.
- Herr Eschen bezweifelt, „daß die ersten Schritte (Ersatzabitur, Hochschulexamen, später Master Degree und Ph. D. und kürzlich absolvierte und seit 3 Jahren geplante (!) deutsche Promotion in Musikwissenschaft) nötig gewesen wären“. Abgesehen davon, daß diese Prüfung kein "Ersatzabitur" ist und es diesen Begriff offiziell dafür nicht gibt, sondern Abitur auch laut Hamburgischem Schulgesetz „Abschluß eines Gymnasiums“ bedeutet, und abgesehen davon, daß die Meriten, deretwegen Decker-Voigt sich - erst nach Eingang der Anzeige wegen mutmaßlichen Anstellungsbetrugs und Titelschwindels vom 19.8.2002 - am 14.9.2002 selbst angezeigt hat, angesichts von Verjährung und Verfahrenseinstellung weiterhin strittig sind, schreibt der Geschäftsführer des Decker-Voigt-Archivs, Rechtsanwalt Treptow: „Der Präsident der Hamburger Hochschule für Musik und Theater hat nach Bekanntwerden der ersten Vorwürfe dieser Art zwischenzeitlich Prof. Decker-Voigt geraten, auch ein Promotionsverfahren auf deutschen Boden zu absolvieren.“ Die Vorwürfe waren am 5.7.2002 in der Deutschen Universitätszeitung aufgetaucht; am 16.9.2002, zwei Tage nach der Selbstanzeige, fand bereits Decker-Voigts Abschlußprüfung statt. Prof. Paul Jakob Knill hatte schon am 19.3.1999 geschrieben, er bemühe sich „um eine in der BRD anerkannte Äquivalenzpromotion“, woraus nichts wurde. Die Anerkennung einer Erzählung von 1998, die Decker-Voigt im Vorwort eigens als nicht fachliche Arbeit über Musiktherapie ausweist, als Dissertation im Jahre 2002 ermöglichte dem Vorsitzenden des Promotionsausschusses Decker-Voigt erst sein von 1978 - 2004 amtierender Hochschulpräsident, der ihn auch berufen hatte. Prof. Eschen als zeitweiliger Vizepräsident muß sich gefallen lassen, daß auch seine Verwicklung und merkwürdige Auffassung von „academical correctness“ zur Diskussion steht.
- Falsch ist die Unterstellung von "Vernichtungsabsicht". Bekanntlich mußte der BKMT aufgrund von Anträgen beunruhigter Mitglieder laut StGB 258 tätig werden. Die Mitglieder bewogen jene ethischen Motive, die Eschen & Co. vermissen lassen, nämlich die Sorge um den Berufsstand und die Sorge um die irregeleiteten Patienten, Studierenden und Leser der zahlreichen „Erzählungen“.
- Falsch ist auch Eschens Behauptung, „im Internet gelten nicht dieselben Persönlichkeitsschutzrechte wie bei Printmedien“, weshalb die Aufklärungsfragen des BKMT „(noch) straffrei bleiben“. Man erkennt unschwer die mit „Erbitterung, Fanatismus, Hartnäckigkeit und das Verlassen jeder academical correctness“ betriebene "Verfolgungssehnsucht" von Eschen &Co.
- Aus der weiteren Behauptung ist denn auch der Grund für die vehemente Abwehrhaltung der Verantwortlichen, zu denen Eschen gehört, zu entnehmen: „Eine künstlerische Hochschule kann jede und jeden ohne vorherige akademische Studien berufen“. Angesichts der auch für Hamburg geltenden gesetzlich bindenden Einstellungsvoraussetzungen (HRG § 44) ist Decker-Voigts langjährige Praxis, als Promotionsausschußvorsitzender ohne die üblichen wissenschaftlichen Qualifikationen Doktortitel auszustellen, während an allen anderen Hochschulen nur Habilitierte und Professoren mit rechtlich einwandfreiem wissenschaftlichen Werdegang das Promotionsrecht haben, mehr als "atypisch", wie Eschen sich ausdrückt.
Auch wenn zynischerweise betont wird, daß Decker-Voigt eigentlich ein Opfer sei, das ja andere zu Titeln und Posten und zum Nachholen der 3. und 2. usw. Schritte gedrängt hätten, täten die mit Decker-Voigt Verbundenen doch gut daran, sich den „neuen, unbefangenen Menschen, wenn sie den Namen DV im Internet aufsuchen“, anzuschließen, die die Pfarrisäer mit mehr Sachlichkeit betrachten. Das Pfarrhaus um Eschen & Decker-Voigt bzw. sein sich ereiferndes Gesinde(l) (laut Duden, Bd. 7, "Gefolge" bzw. "Kriegsvölkchen") ist es denn inzwischen auch, was der pikanten Sache erst so richtig den Kick gibt. Insbesondere der aus Wien sich meldende vorzeitige Ruheständler ist mitschuldig an jener vom BKMT abgelehnten Sorte von Musiktherapie, die dem wissenschaftsfeindlichen "Kernfäule-Dogma Psychoanalyse" (Prof. Ph.D. M. Seligman) aufgesessen ist, das die Professorin und Psychologin S. Freud als das zweite große von Wien ausgegangene Übel des 20. Jahrhunderts neben Hitler bezeichnet (zu dem von Eschen & Co. verursachten Dilemma weiter Teile deutscher Musiktherapie siehe MTK 1, 2004, S. 24-48).
Im Sinne von Th. Phleps (a.a.O.) geht es auch hier um die notwendige, von reaktionären Kräften und korrupten Funktionären als "unerträglich" empfundene Auseinandersetzung und Klartextsprache: "Und jede Auslassung, jedes Verschweigen aus falscher und inzwischen auch völlig unrelevanter Rücksichtnahme, aus Scham vor der eigenen Vergangenheit tendiert nolens volens zur Lüge. Nicht sollte vergessen werden, was A.H., der Führer in den Tod von Millionen, unverblümt aussprach und seine selbsternannten Herrenmenschen in blinder(?) Gefolgschaft mit deutscher Gründlichkeit befolgten (zit. n. Dahl 1983, 157):
"In der Größe der Lüge liegt immer ein gewisser Faktor des Geglaubtwerdens, da die breite Masse eines Volkes [...] bei der primitiven Einfalt ihres Gemütes einer großen Lüge leichter zum Opfer fällt als einer kleinen, da sie selbst ja wohl manchmal im kleinen lügt, jedoch vor zu großen Lügen sich doch zu sehr schämen würde".
Decker-Voigt und die Wahrheit - ein sonderbares Thema.
,,Manchmal" , sagt er und lehnt sich tief in den Sessel unter seinen Vorfahren zurück,
,,glaubt mir die Wahrheit keiner."
(Decker-Voigt am 2.10.2000 in der Allgemeinen Zeitung Uelzen)
Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.
Mit der Zeit kommt die Wahrheit doch ans Licht.
Stand: 1.3.10